Willkommen zurück auf meinem Blog. Ich bin froh, dass ihr wieder dabei seid, wenn ich von meinen Erlebnissen berichte. Die letzten Tage war ich in Chengdu und Umgebung unterwegs. Dort habe ich viele Tempel und schöne Natur erkundet, wovon ihr auch etwas zu sehen bekommen werdet. Ankunft Am Sonntag (15.3.) bin ich am späten Nachmittag in Chengdu angekommen. Leider habe ich schon auf der letzten Stunde der Fahrt Krankheitssymptome entwickelt, vor allem Gliederschmerzen, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen. Als ich später mit der Metro zum Hotel fahren wollte, ist mir zudem noch übel und schwindlig geworden. Daher bin ich ausgestiegen und habe mich von einem Taxi den restlichen Weg zum Hotel schaffen lassen. Dort angekommen musste ich mich erstmal ausruhen. Später habe ich mir Teigtaschen zum Abendessen bestellt. Lustig war, dass mir diese zum ersten Mal durch einen Roboter zum Zimmer geschafft wurden. Dafür bringen die Leute vom Lieferdienst die Bestellung zum Hotel und übergeben sie dort die Roboter. Das war ganz lustig, mal mit anzusehen. Leider konnte ich aber nicht alles aufessen, da mir dabei schon wieder schlecht geworden ist. Ich habe daher noch ein paar Magentropfen genommen und mich dann schlafen gelegt. Der Schlaf war sehr schlecht und unruhig. Mitten in der Nacht musste ich mich dann noch übergeben. Jedoch ging es mir danach sehr viel besser und auch am nächsten Tag habe ich nicht mehr viel von meinen Symptomen gespürt. Wahrscheinlich hatte ich einfach etwas schlechtes gegessen (ich tippe auf die gefüllten Brötchen vor der Fahrt mit Gemüse und Pilzen). Erster Tag: Entspannung Nach den Strapazen der letzten Nacht wollte ich am Montag (16.3.) noch keine großen Ausflüge machen und mich erstmal etwas schonen. Ich habe mir nach dem Aufstehen im Supermarkt eine Packung Toastbrot gekauft, damit ich etwas zum Mittag hatte und habe mich dann weiter ausgeruht. Nachmittag wollte ich aber wenigsten ein bisschen was unternehmen und bin daher auf den größten Teemarkt von Chengdu gefahren. Dort gab es Unmengen an Läden, die vor allem Tee, teilweise aber auch Kannen, Tassen und anderen Utensilien für den vollendeten Teegenuss verkaufen. Ich bin eine ganze Weile herumgeschlendert und habe auch ein paar Dinge gekauft. Anschließend war ich noch zu Abend essen und bin zurück ins Hotel, um mich weiter auszuruhen. Zweiter Tag: Zu Füßen Buddhas Am Dienstag (17.3.) bin ich relativ spontan zu einem Ausflug nach Leshan (乐山) aufgebrochen, wo die Hauptattraktion eine riesige Buddha-Statue ist, die dort in den Jahren 713 bis 803 durch Mönche direkt in den Fels gemeißelt wurden. Sie ist 71 m hoch und damit die höchste Stein-Buddha-Statue der Welt. Mit dem Zug bin ich erst nach Leshan gefahren und habe dort einen Bus bis zum Besucherareal genommen. Rückblickend hätte ich aber besser ein Taxi genommen. Dort angekommen dauert es nicht lange, bis man schon den Kopf des Buddha erblicken kann. Erstmal habe ich aber noch einen nahegelegenen Tempel besucht und habe anschließend Nudeln zum Mittag gegessen. Danach bin ich einem Weg den Berg hinab gefolgt, der ebenso wie der Buddha in den Fels geschlagen wurde. Dieser Weg führt herab zu den Füßen des Buddhas, sodass man ihn in Gänze betrachten kann. Einen noch bessren Blick hätte man zwar von einer der vielen Bootstouren gehabt, jedoch fand ich deren Preis – zumal nur, um ein Foto zu machen – zu teuer. Der Anblick des Buddhas war auch so sehr beeindruckend. Danach habe ich noch weiter die Gegend erkundet. Interessant fand ich auch noch einen nahe gelegenen kleinen Berg, auf dem noch ein Kloster war. Besonders schön fand ich zudem die Brücke, die zu diesem Berg führte. Viel mehr gibt es zu diesem Teil der Reise aber nicht zu erzählen. Als ich wieder vom Berg runter war, habe ich ein Taxi zurück zum Bahnhof genommen und bin per Zug zurück nach Chengdu gefahren. Wo ich nach dem Abendessen wieder zurück ins Hotel bin und mir überlegt hatte, was ich am nächsten Tag machen möchte. Eigentlich hatte ich übergelegt zu etwas größeren Zielen zu reisen; entweder Jiuzhaigou (九寨沟), ein Tal mit sehr schöner Aussicht und glasklarem Wasser oder Berg Emei (峨眉山), einer der vier heiligen buddhistischen Berge. Jedoch waren beide Ziele relativ weit entfernt und wären mit erheblichen Anstrengungen verbunden gewesen. Dabei hätte ich nicht gewusst, was mich genau erwartet und auch das Wetter wirkte nicht sonderlich vielversprechend. Daher habe ich beide Ziel wieder verworfen und hebe sie mir vielleicht für ein anderes Mal auf. Stattdessen habe ich dann einen kleineren Ausflug gemacht. Dritter Tag: Wandern und schlendern Am Mittwoch (18.3.) bin ich früh aufgestanden und mit dem Zug zum nahegelegenen Berg Qingcheng (青城山) gefahren. Dieser ist eine der wichtigsten Stätten des Daoismus und entsprechend mit vielen Tempeln gespickt, die ich erkunden konnte. Einen Teil des Weges nach Oben konnte ich dabei mit einer Seilbahn hinter mich bringen, wofür ich mich vor allem zur Zeitersparnis entschieden habe (und vielleicht ein bisschen aus Faulheit). Oben auf dem Berg und unterwegs haben sich dabei sehr schöne Aussichten offenbart und auch in den Tempeln gab es manch schönes zu sehen. Schade fand ich aber, dass es überall kleine Läden und Restaurants gab, teilweise direkt an oder sogar in den Tempeln. Das hat die Erfahrung leider etwas getrübt. Aber ich fand den Ausflug trotzdem sehr schön; auch wenn es zuvor geregnet hatte und daher entsprechend nass war. Zurück in der Stadt bin ich mit einem Taxi zum Dufu-Garten (杜甫草堂) gefahren. Dufu gilt als einer der größten Dichter der chinesischen Geschichte und lebte von 712 bis 770. Blöd war zunächst am Eingang, dass mir die Damen am TIcketverkauf nicht glauben wollten, dass ich Student ohne Abschluss bin, sodass ich kein Ticket zum halben Preis kaufen konnte. Ich habe zwar meinen Studierendenausweis vorgezeigt, jedoch wollten sie noch ein Schreiben von der Uni sehen, um zu prüfen, ob ich wirklich noch keinen Abschluss habe. So einen Zettel habe ich zwar das letzte Mal bekommen, laut dem studiere ich aber mittlerweile nicht mehr in China, sodass ich den nicht vorzeigen konnte. Das heißt damit wohl, dass ich leider zu alt geworden bin, um noch als
Nanning (南宁)
Willkommen zurück bei einem neuen Beitrag auf meinem Blog. Diesmal darf ich euch von meiner Zeit in Nanning (南宁) erzählen, eine Stadt im Süden Chinas, welche die Hauptstadt der Guangxi-Provinz ist, eine meiner liebsten Gegenden in China. Auch diesmal könnt ihr euch auf einige schöne Fotos freuen. Ankunft und erster Abend Mittwoch (11.3.) bin ich nach knapp fünf Stunden Zugfahrt am späten Nachmittag in Nanning angekommen. Dort musste ich noch etwas mit der Metro bis zu meinem Hotel fahren, um dort meine Sachen abzulegen. Leider konnte ich mir in Nanning keine Metro-Karte für mein Handy besorgen, sondern musste immer ein Ticket für eine Einzelfahrt kaufen, was etwas nervig war. Mein Zimmer im Hotel war sauber und ganz ok. Leider lag aber ein deutlicher Rauchgeruch in der Luft und das Zimmer war auch relativ hellhörig. Es hat aber ausgereicht und war dafür auch nicht so sonderlich teuer.Nachdem ich mein Gepäck ins Zimmer gebracht habe, habe ich mich schnell wieder auf den Weg gemacht, um etwas zu essen; nach der langen Zugfahrt hatte ich großen Hunger. Ich war in einem Buffet-Restaurant, das aber leider kein besonders großes oder schönes Angebot hatte. Es war aber für den Moment ausreichend. Anschließend ging es zurück ins Hotel, um mich auszuruhen. Tag 1: Auf dem Berg Qingxiu (青秀山) Für meinen ersten vollen Tag am Donnerstag (12.3.) habe ich mir vorgenommen die Gegend um den Berg Qingxiu zu erkunden. Dabei handelt es sich nicht um einen einzelnen großen Berg, sondern eher eine größere Berglandschaft mit viel grün und einigen Sehenswürdigkeiten. Da es sehr weitläufig war, war ich auch den ganzen Tag dort unterwegs. Auf dem Weg gab es verschiedene Seen und schöne Gebäude. Unter anderem gab es auch einen hohen Turm, von dem aus sich eine schöne Aussicht über den Park und die Stadt geboten hat. Besonders schön fand ich einen buddhistischen Tempel, der sich auf einer erhöhten Stelle sehr zentral im Park befunden hat. Super war auch, dass es dort ein (zumindest vegetarisches) Restaurant gab, wo ich mir Nachmittag noch eine Portion veganer Nudeln holen konnte. Das hat mir Kraft für den Rest des Weges gegeben.Besonders schön war dann auch noch eine Gegend mit jeder Menge Pfirsich-Bäumen, die gerade voll in der Blüte standen, sodass dort viele Chines:innen Fotos gemacht haben. Dabei war auch eine Gruppe von Frauen mittleren Alters, die gerne mit mir Fotos machen wollten. Als ich er erzählte, dass ich aus Deutschland komme, wollte die eine auch mein WeChat haben, weil ihr Sohn wohl später irgendwann mal nach Deutschland will. Sie hat mir dann später ganz schön viel geschrieben, was ich etwas nervig fand, aber das war zum Glück nur an diesem Tag so und hat dann aufgehört. Das waren im wesentlichen die Orte, auf die ich im Text eingehen wollte. Insgesamt war es schon schön in dem Park, auch wenn ich schon schönere Gegenden gesehen habe. Zurück im Hotel war ich so erschöpft, dass ich mir für das Abendessen etwas bestellt habe. Da ich aber schon im Tempel etwas hatte, gab es dann nur noch eine Kleinigkeit. Tag 2: Ausflug zu den Detian-Wasserfällen (德天跨境瀑布) Für Freitag (13.3.) stand ein größerer Ausflug zu den Detian-Wasserfällen auf dem Plan. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass er über die Grenze von China und Vietnam verläuft. Er ist damit aber auch relativ abgelegen und nicht so einfach zu erreichen. Ich habe daher eine Tagesreise mit einer Reisegruppe gebucht, was ich sonst nicht so gerne mache. Es erschien mir aber als am wenigsten stressige Methode. Früh um 7:10 Uhr haben wir uns in der Nähe meines Hotels getroffen und sind kurz darauf mit einer Gruppe von ca. 12 Personen mit dem Bus losgefahren. Unser Reiseführer war sehr nett und humorvoll. Er hat uns unterwegs schonmal ein wenig über die Wasserfälle erzählt und einige Tipps gegeben. In Erinnerung ist mir geblieben, dass er nochmal darauf hinwies, dass dort die Grenze verläuft und dass wir bitte nicht die Grenze überqueren sollen. Das unterstricht er damit, dass schließlich niemand einen Reisepass dabei habe, außer mir, sodass höchstens ich auf die andere Seite gehen könnte. Kurz vor 11 Uhr sind wir am Eingang des Areals angekommen. Dort hat er noch unsere Tickets besorgt und dann sind wir rein. Dafür mussten wir nochmal kurze zehn Minuten mit einem anderen Bus bis zum eigentlichen Gebiet um den Wasserfall fahren. Dort konnte ich dann auch endlich die Wasserfälle sehen. Erstmal war ich jedoch etwas enttäuscht, da sie nicht ganz so imposant waren wie auf den Bildern, die ich im Internet gesehen habe. Davor hatte der Reiseführer uns jedoch auch schon gewarnt, da wir uns aktuell in der weniger regnerischen Jahreszeit befinden, sodass die Wasserfälle logischerweise weniger Wasser führen.Als erstes ging es mit einem kleinen Boot den Fluss entlang, sodass wir näher an die Wasserfälle ran gekommen sind und einige schöne Fotos machen konnte. Da hat mir der Anblick dann doch deutlich besser gefallen und ich hatte auch das Gefühl, dass das Wasser etwas mehr geworden ist. Während der Bootsfahrt sind junge Frauen von der Vietnamesischen Seite mit kleineren Booten herangefahren, haben sich an unserem Boot festgehalten und versucht den Leuten auf dem Boot einige Sachen zu verkaufen. Davor hatte der Reiseführer uns zuvor auch schon gewarnt. Nach der Bootsfahrt hatte ich erstmal ein kaltes Getränk und habe anschließend die Gegend rund um den Wasserfall erkundet. Es gab verschiedene Aussichtspunkte und einen Weg den Fluss hinauf, sodass ich auch noch etwas davon sehen konnte, wo das Wasser herkommt. Am Ende des Weges gab es einen größeren Platz mit verschiedenen Läden und Restaurants, wo mir aber nichts zugesagt hat. Ich habe daher auch relativ schnell den Rückweg eingeschlagen und bin über einen anderen, höher gelegeneren Weg Richtung Ausgang gelaufen, wobei sich unterwegs nochmal weitere Aussichtsplattformen befanden von denen aus die Wasserfälle nochmal aus einer anderen Perspektive gesehen werden konnten. Dabei ist mir auch aufgefallen, dass sich die chinesische Seite und die vietnamesische Seite des Flusses doch deutlich unterscheiden. Als erstes fällt auf, dass der Wasserfall auf der vietnamesischen Seite deutlich weniger eindrucksvoll ist als auf
Chongqing (重庆)
Willkomen zurück auf meinem Blog. In diesem Beitrag werde ich von meinem Flug nach Chongqing und meiner Zeit dort erzählen. Anreise in Chongqing und erster Abend Am Samstag (7.3.) habe ich mich vormittag vom Hotel mit der Metro auf dem Weg zum Flughafen gemacht. Leider haben sie dort bei der Sicherheitskontrolle mein Deo-Spray konfisziert, weil solche der Pekinger Metro nur eine Größe von maximal 100 ml haben dürfen und meine 150 ml hatte. Ich muss mir also noch ein neues kaufen, die aber in China garnicht so einfach zu finden und oft teuer sind. Aber so ist es nun mal. Am Flughafen angekommen habe ich als erstes meinen Koffer aufgegeben und meinen Boarding-Pass abgeholt. Als nächstes habe ich einen Laden gesucht, der SIM-Karten verkauft, damit ich endlich eine Telefonnummer und mehr Datenvolumen habe. Einen solchen Laden habe ich auch gefunden und mir eine Karte geholt, obwohl diese doch sehr überteuert sind im Vergleich zu den normalen Tarifen, aber was muss, das muss. Nach einem kurzen Mittagessen (mangels Alternativen: Pommes bei McDonalds) bin ich zur Sicherheitskontrolle. Da musste ich leider meine Powerbank abgeben, die ich aus Deutschland mitgebracht habe. Denn seit einem halben Jahr dürfen auf chinesischen Flügen nur noch Powerbanks mitgenommen werden, die ein CCC-Label haben, um ihre Sicherheit zu belegen. So ein Label hatte meine nicht. Sie blieb daher dort und ich muss mir dann in Chongqing mal eine neue kaufen. Ich hatte von dieser Vorgabe auch vorher schonmal gehört, aber nicht mehr dran gedacht, bevor ich geflogen bin. Aber meine alte hatte mir ohnehin nicht mehr gefallen, sodass eine neue auch nicht schadet. Anschließend hieß es noch etwas warten, bis ich ins Flugzeug konnte und dieses dann 14 Uhr abhob. 17 Uhr sind wir wieder gelandet. Dabei ist noch erwähnenswertes passiert. Ich habe im Vorfeld für alle Flüge veganes Essen bestellt. Am Morgen habe ich aber schon eine Mail bekommen, dass es überhaupt kein Essen im Flieger gibt, sodass dem nicht entsprochen werden kann. Im Flieger kam dann aber eine Stewardess zu mir, hat sich dafür nochmal entschuldigt und mir erklärt, dass sie für mich eine kleine Tüte mit Nüssen und getrockneten Beeren sowei eine Dose Cola vorbereitet hat, die sich auch schon an meinem Platz befanden haben. Das fand ich sehr aufmerksam. In Chongqing angekommen musste ich noch eine ganze Weile mit der Metro fahren, bis ich in der Innenstadt und im Hotel war. Dadurch habe ich aber immerhin ein Hotel direkt im Zentrum, was mir die kommenden Tage sehr gelegen gekommen ist. Zudem habe ich im Hotel ein kostenloses Upgrade zu einem besseren Zimmer bekommen, was sehr schön war. Nachdem ich eingecheckt habe bin ich noch kurz raus, um zu Abend zu essen. Glücklicherweise gibt es ein veganes Buffet-Restaurant, was fußläufig erreichbar ist. Da bin ich daher auch noch häufiger hingegangen. Im Folgenden sehr ihr auch noch ein paar Bilder vom Weg und vom Essen. Zurück im Hotel war ich duschen und habe mich für den nächsten Tag ausgeruht. Tag 1: Alte Stadt und hoch in der Luft Sonntag (8.3.) wollte ich am Morgen erstmal einige Orte besuchen, die ich beim letzten Mal nicht besucht habe. Da standen zwei ältere Stadtteile nahe dem Zentrum der Stadt auf dem Plan, nämlich die Baixiang-Straße (白象街) und die Shiba-Treppe (十八梯). Dort gab es einige ältere Häuser und Läden mit Souvenirs und sonstigen lokalen Gegenständen im Angebot. Für mich war aber nichts dabei. Es war aber ganz schön anzusehen. Zwischen beiden Gebieten habe ich auch einige etwas versteckteren Läden gefunden, die auch Tee-Ware verkauft haben, sodass ich da auch noch etwas schönem gesucht habe, aber leider nichts gefunden habe. Als ich mit Erkunden erstmal durch war, habe ich mir in einem kleinen Restaurant noch Chongqing-Nudeln (重庆小面) gegessen. Diese Nudeln habe ich damals in der Uni (fast) jeden Tag gegessen und sie sind für ihre Schärfe bekannt, die ich mittlerweile aber ganz gut abkann. Diese konkreten Nudeln habe ich aber nicht ganz so gut vertragen. Anschließend bin ich mit der Metro nach Ciqokou (磁器口) gefahren, ebenfalls ein historischer Stadtteil, der sich durch enge Gassen, emsiges Treiben und viele Läden auszeichnet, die alle um die Gunst der Tourist:innen buhlen und dabei auch einigen Lärm machen. Dort war ich zwar beim letzten Mal in Chongqing schon, jedoch wollte ich mir das gerne nochmal ansehen. Ich bin eine ganze weile Rumgeschlendert, habe die verschiedenen Gassen erkundet und in einem Teehaus mit Live-Musik etwas neue Energie getankt. Jedoch habe ich nichts gefunden, was mich so angesprochen hat, dass ich es hätte kaufen wollen, da dort sicherlich auch einiger Aufschlag verlangt wird aufgrund der Lage. Es gab aber einen Laden mit schönen Tee-Kannen und -Tassen, die mir aber auch etwas teuer vorkamen. Sie sollen aber relativ authentisch für Ciqikou sein; so hat zumindest die Dame im Laden es erklärt. Ich habe mich aber erstmal dagegen entschieden. Sollte ich jedoch die nächste Woche nichts anderes schönes finden, fahre ich, wenn ich wieder in Chongqing bin, nochmal hin und werde dort doch etwas kaufen. Als ich genug gestromert bin, bin ich wieder ins Hotel gefahren und habe mich etwas ausgeruht. Zum Abendessen bin ich dann wieder in das schon bekannte Buffet-Restaurant gegangen und habe mich anschließend nochmal zu zwei älteren Stadtteilen auf der anderen Seite des Yangtze’s begeben. Dort war es auch ganz nett, aber wirklich besonders war es nicht. Ein Highlight war dann aber der Rückweg, für welchen ich mir ein Ticket für eine Seilbahn gekauft habe, die über den Yangtze führt. Der Ausblick war sehr schön, aufgrund der zerkratzten Fenster konnte ich aber leider keine sonderlich schönen Fotos machen. Auf der anderen Seite angekommen, ging es zurück ins Hotel. Tag 2: Eine Bootsfahrt bei Nacht Am Montag (9.3.) wusste ich erstmal nicht so recht, was ich eigentlich machen sollte. Ich habe nämlich mittlerweile festgestellt, dass das Herz dieser Stadt bei Nacht schlägt, es am Tag aber eher weniger zu tun gibt. Das ist etwas, was nicht wirklich gut zu mir passt, aber daran musste ich mich nunmal anpassen. Ich bin daher, nachdem ich vor dem
Anreise und Zeit in Peking
Willkommen zurück auf meinem Blog. Diesmal schreibe ich das erste Mal wieder aus China heraus. Anreise Die Anreise nach China war diesmal leider nicht ohne Unannehmlichkeiten. Ich bin am Mittwoch kurz vor 6 Uhr aufgestanden. Kurze zeit Später habe ich im DB-Navigator gesehen, dass mein Zug nach Berlin und auch die drei folgenden Züge alle ausfallen. Das hat mich erstmal in Panik versetzt. Glücklicherweise konnte ich dann aber nach Leipzig fahren, von wo aus ein anderer Zug ohne Probleme nach Berlin fuhr. Mit diesem habe ich es noch rechtzeitig geschafft und musste sogar noch einige Zeit warten, bis der Flug ging. Dies lag auch daran, dass die Sicherheitskontrolle im BER erstaunlich gut lief. Das ist aber wohl auch das mindeste, nachdem dessen Bau so unfassbar lange gebraucht hat. Der Flug hatte dann etwas Verspätung, was sich aber nicht sehr stark auf die Ankunftszeit ausgewirkt hat. Der Flug hat insgesamt ungefähr 9,5 Stunden gebraucht. Schlafen konnte ich leider nicht, sodass ich mir die Zeit anders vertreiben musste. Teil dieses Zeitvertreibs war das Essen, das mir sehr gut gefallen hat. Beim zweiten Essen habe ich mich auch etwas mit meinem Sitznachbarn unterhalten, der jetzt zum ersten Mal in China ist. Lustigerweise nehmen wir in drei Wochen auch den selben Flug zurück nach Deutschland, sodass wir uns vielleicht dann wiedersehen. In Peking – Tag 1 Kurz nach 5 Uhr morgens sind wir in Peking angekommen. Viel war am Flughafen zu dieser frühen Stunde nicht los. Dadurch ging aber die Einreise und die Gepäckabholung sehr schnell. Leider hat sich diese Ersparnis nicht gelohnt, da die erste Bahn ins Stadtinnere erstkurz vor 6 Uhr fuhr. Bis dahin musste ich also erstmal noch warten. Kurz nach 7 Uhr war ich am Hotel, wo mein Zimmer jedoch leider noch nicht bereit war. Daher habe ich meine Sachen dort gelassen und habe mich auf den Weg gemacht. Recht schnell habe ich jedoch festgestellt, dass ich garnicht recht wusste, wo ich hin sollte. Erstmal wollte ich etwas essen, wofür ich aber nichts veganes gefunden habe. Erst wollte ich bis zum Mittag warten, habe dann aber vorher doch noch ein veganes Buffet-Restaurant gefunden. Dort habe ich eine Kleinigkeit gegessen. Danach bin ich noch etwas herumgestreift. Da ich jedoch sehr müde und das Wetter sehr kalt war, war meine Laune auch sehr schlecht. Daher bin ich gegen 11 Uhr schon wieder ins Hotel gegangen, wo mein Zimmer zum Glück fertig war. Richtig schlafen wollte ich zu dieser Zeit aber nicht, da ich möglichst bis nach dem Abendessen wach bleiben wollte, um den Jetlag zu umgehen. Daher habe ich nur einen kurzen Power-Nap von 45 Minuten gemacht und habe mich dann versucht mit YouTube-Videos wach zu halten. Nach einiger Zeit brauchte ich dann aber noch einen weiteren Power-Nap. Auch danach war ich noch sehr müde, sodass ich, bis ich mich auf den Weg zum Essen gemacht habe, ständig kurz weggenickt bin. 16:30 Uhr habe ich mich dann auf den Weg zu einem Buffet-Restaurant gemacht, dass ich auch beim letzten Mal in Peking sehr gerne besucht habe. Dort gibt es eine Vielzahl verschiedener Gerichte; es ist dafür aber auch etwas teurer. Leider war mein Körper nach dem Schlafentzug und dem anstrengenden Tag noch nicht auf das viele schwere und fettige Essen eingerichtet, sodass mir schon nach einem halben Teller schlecht geworden ist, sodass ich nicht weiter essen konnte. Ich bin daher schon recht zügig wieder ins Hotel gefahren und habe mich dann auch umgehend hingelegt. Leider ist die Zimmertür akustisch sehr durchlässig, sodass mich andere Gäste noch recht lange wach gehalten haben. Insgesamt war der erste Tag in China daher für mich eher weniger schön. Ich war dadurch erstmal ziemlich deprimiert und habe etwas an der Entscheidung gezweifelt, hier her in den Urlaub zu fahren. Jedoch war auch bei den vergangenen Reisen der Anfang immer etwas durchwachsen. Ich hoffe daher darauf, dass ich mich in den nächsten Tagen wieder besser fühlen werde. In Peking – Tag 2 Heute, Freitag den 6. März, bin ich nach 9 Stunden Schlaf einigermaßen erholt aufgewacht. Ich kann schonmal sagen, dass dieser Tag sehr viel besser war als der zuvor und dass ich daher auch schon wieder besser drauf bin, obgleich ich noch nicht auf dem Level bin, auf dem meine Stimmung bei früheren Reisen war. Als erstes führte mich mein Weg am Vormittag in den Park des Erd-Tempels (地坛公园). Dies ist eine schöne Anlage, die von vielen Menschen besucht war, die verschiedenen Freizeitaktivitäten nachgegangen sind. Viele haben Sport gemacht und getanzt, einige haben sogar Musik gespielt und zusammen gesungen. Der Großteil dieser Menschen waren fortgeschrittenen Alters, sodass sie auch die Zeit dafür haben. Den Park fand ich schön, auch wenn er nichts besonderes bereitgehalten hat. Weiter ging ich in den Lama-Tempel (雍和宫) ein buddhistischer Tempel, der ganz in der Nähe war. Die Anlage war relativ groß und war auch gut besucht. Es gab verschiedene Hallen mit einer Vielzahl an Statuen, an denen gebetet werden konnte. Am beeindruckendsten war die größte Halle, die sich am hinteren Teil befand. Dort stand eine Buddha-Statue, die fast die gesamte Höhe der Halle ausfüllte; und das waren bestimmt fünf Stockwerke. Vom inneren habe ich aber leider keine Fotos, die ich mit euch teilen kann, da das fotografieren der Statuen verboten ist und ich mich daran auch gehalten habe. Schön fand ich am Tempel außerdem, dass man am Eingang ein kostenloses Bündel Räucherstäbchen mitnehmen konnte, um sie zum Gebet zu verbrennen. Trotz meiner atheistischen Grundeinstellung habe ich das auch getan; immerhin sind auch die wenigsten Chines:innen wirklich gläubig. Anschließend bin ich zum essen Gefahren. Das Restaurant war zwar etwas weiter weg, jedoch gehört es auch zu meinen liebsten Restaurantketten. Dort gab es dann für mich Dan-Dan-Nudeln und Dumplings. Außerdem habe ich noch eine kostenlose Beilage bekommen. Dort zu essen hat mich dann doch sehr an meine früheren Reisen erinnert und glücklich gemacht. Nach dem Essen ging es in die verbotene Stadt, das Zentrum Pekings, in dem früher die Kaiser lebten und zu dem normale Menschen keinen Zutritt hatten – woher auch der
Zurück nach China
Liebe Familie, Freunde und Bekannte, herzlich willkommen zurück auf meinem Blog. Es ist wieder so weit; am 4. März werde ich wieder nach China reisen und werde dort die nächsten drei Wochen verbringen, bis ich am 25. März zurück nach Deutschland komme. Auf dieser Seite werde ich euch dabei in unregelmäßigen Abständen über meine Erlebnisse informieren. Anderes als die Male zuvor ist Grund für meine Reise diesmal nicht, dass ich meinen akademischen Horizont erweitern will. Stattdessen mache ich einfach mal Urlaub. Nach dem Stress des ersten juristischen Staatsexamens, dessen schriftliche Prüfungen ich im Januar abgelegt habe, werde ich diesen Ausflug nutzen, um mich etwas zu entspannen. Dieser Zielsetzung entsprechend gibt es Bissher noch keine großen Pläne für diese Zeit. Vielmehr werde ich schlicht in den Tag hinein leben und sehen, wohin mich mein Weg trägt. Mein Flug geht von Berlin nach Peking – und das diesmal mit einem Direktflug, was sicherlich angenehmer wird als die früheren Flüge mit Transfer in Istanbul. In Peking werde ich ein paar Tage verbringen, bevor ich weiter nach Chongqing fliege. Diese Stadt wird damit den Ausgangspunkt für meine weiteren Reisen bilden. Dies gibt mir insbesondere die Möglichkeit, nochmal die Uni zu besuchen, an der ich im Wintersemester 2023/2024 studiert habe. Davon erhoffe ich mir, etwas in Erinnerungen schwelgen zu können. Im übrigen gibt es ein paar lose Ideen, was ich machen möchte; welche sich davon realisieren, werde ich dann vor Ort entscheiden. Und ihr könnt gewiss sein, dass ihr davon hier lesen und passende Bilder bestaunen können werdet. Wir hören uns dann das nächste Mal gegen Ende der Woche. Bis dahin wünsche ich euch alles Gute!