Herzlich willkommen zurück zu meinem letzten Beitrag von dieser Reise. Hier lest ihr jetzt von meiner Rückreise nach Peking, meiner Zeit dort und meiner Heimkehr nach Deutschland. Außerdem werde ich ein Fazit zu meiner gesamten Reise ziehen.

Sonntag: Rückreise nach Peking

Sonntag (22.3.) ging es nachmittag mit dem Flieger zurück nach Peking. Das lief soweit auch ohne Probleme ab. Ich bin mit der Metro zum Flughafen gefahren und bin auch schnell durch die Sicherheitskontrolle gekommen. Der Flug ging auch zügig vorüber. Was ich aber sehr interessant fand war, dass es in diesem Flugzeug keine klassischen Schieber vor den Fenstern gab, sondern die Scheiben per Knopfdruck getönt und damit abgedunkelt werden konnten. 

In Peking angekommen bin ich mit dem Express-Zug in die Stadt gefahren. In der nähe der Station gab es ein Restaurant, in dem ich einen Veganer Burger gegessen habe, bevor ich mit der Metro ins Hotel gefahren bin, welches diesmal aber ein anderes als beim letzten Mal war. Es war aber auch schön zentral und deutlich besser als das letzte.

Montag: Tee-Shopping

Am Montag (23.3.) habe ich nach dem Mittagessen einen großen Teemarkt besucht, in dem sich auf drei Stockwerken eine Vielzahl kleinerer Läden erstrecken. Als ich dort durchgelaufen bin, wurde ich direkt von allen Seiten angesprochen, ob ich nicht etwas kaufen wolle. Da viel es garnicht einfach, sich für einen Laden zu entscheiden. Erstmal wollte ich aber auch noch keinen Tee sondern Zubehör kaufen. Dafür bin ich durch viele Läden gegangen, wo ich aber wenig ansprechendes gefunden habe oder aber das, was mich angesprochen hat, unbezahlbar war – damit meine ich z.B. Teekannen für mehrere tausende Euro. Letztlich habe ich aber ich dann aber doch noch ein relativ schönes Teebrett für günstige 23 € gefunden. Danach war ich noch ein einem Laden, wo ich einen Oolong-Tee gekauft habe. Später war ich noch in einem anderen Laden, wo ich mich längere Zeit mit der Verkäuferin unterhalten habe, die mir eine Vielzahl an Tees serviert hat. Letztlich habe ich mich für einen älteren weißen Tee entschieden. 

Als mein Bauch voll mit Tee war, ist auch schon der Abend gekommen, sodass ich nochmal ins Hotel bin und dort meine Einkäufe abgelegt habe. Anschließend bin ich zum Veganer Tiger gefahren, meinem liebsten Buffet-Restaurant in Peking. Dort habe ich ausgiebig gegessen. Dort ist mir außerdem ein anderer Ausländer ins Auge gefallen, der mit Messer und Gabel gegessen hat. Ich habe ihn angesprochen und wie sich rausgestellt hat, kam er auch aus Deutschland. Wir haben uns dann noch eine Weile unterhalten und ich habe ihm Tipps für die Zeit in China gegeben, weil das sein erstes Mal hier war. Danach bin ich zurück ins Hotel gefahren.

Dienstag: Beihai-Park und Himmelspalast

Dienstag (24.3.) war dann schon der letzte richtige Tag meiner Reise angebrochen. Ich habe Vormittag aus dem Hotel ausgecheckt und mein Gepäck dort gelassen, um noch ein bisschen Zeit in der Stadt verbringen zu können. Nach einem ausgiebigen Mittagessen bin ich zum Beihai-Park (北海公园) gefahren, der direkt im Zentrum neben der verbotenen Stadt liegt. Dort bin ich beim 2024 nur kurz mal durch und konnte mir diesmal mehr Zeit lassen, noch ein paar andere Ecken zu erkunden. Insbesondere konnte ich mir die Landschaftsprägende weiße Pagode aus der Nähe ansehen, die auf einer Insel im See steht. Ein schöner Bonus war, dass ich in einem Shop noch zwei schöne kleine Tee-Tücher kaufen konnte. Nach solchen hatte ich schon länger gesucht, aber keine gefunden, die mir gefallen hatte. 

Als ich durch den Park durch war, bin ich mit einem Taxi zu einem Einkaufszentrum gefahren und anschließend auch noch zu einem zweiten. Dort habe ich noch nach Reisschüsseln oder anderem Geschirr geguckt, aber leider bin ich nicht fündig geworden. Vor allem war es aber ziemlich nervig, wie vehement die Leute dort mich dazu bewegen wollten, etwas bei ihnen zu kaufen. Teilweise haben sie mich auch angefasst und festgehalten. Das fand ich sehr unangenehm und hat mich erst recht demotiviert, bei ihnen etwas zu kaufen.

Nach dieser Tortur habe ich noch den Himmelstempel (天坛) besucht. Dort war ich 2024 schon, wollte aber gerne nochmal vorbeischauen, zumal mir auch wenige andere Alternativen eingefallen sind. Ich war kurz vor Schluss dort und es war auch sehr voll, gleichwohl konnte ich noch ein paar schöne Fotos machen.

Nach meinem Besuch dort, bin ich nochmal zum Veganen-Tiger-Buffet-Restaurant gefahren, wo ich auch schon tags zuvor war. Dort habe ich auch den anderen Deutschen wieder getroffen. Wir haben uns eine Weile unterhalten, wodurch ich mir gut noch etwas Zeit vertreiben konnte, bevor ich zum Flughafen gefahren bin.

Rückreise

Nach der längeren Unterhaltung habe ich im Hotel mein Gepäck abgeholt und bin mit der Metro zum Flughafen gefahren. Dort bin ich ungefähr 22 Uhr angekommen. Dort habe ich dann mein Gepäck aufgegeben und bin durch die Sicherheitskontrolle, die ziemlich lange gedauert hat. Danach hieß es erstmal noch ziemlich lange warten, denn der Flug ging erst um 3:20 Uhr früh. Ca. 1 Uhr kam aber auch der Deutsche, den ich auf dem Hinflug kennengelernt habe am Gate an, sodass wir uns auch noch etwas unterhalten konnten. Schließlich saß ich kurz vor 3 Uhr im Flieger auf meinem Platz.

Ich saß am Fenster und hatte dadurch ein wenig Aussicht und konnte mich glücklicherweise auch anlehnen, um etwas zu schlafen. Mit zwei Stunden habe ich aber nicht sonderlich viel Schlaf bekommen. Das Essen während des Fluges bestand beide Male aus gedünstetem Gemüse und war eher mittelmäßig. Ansonsten ist der Flug ohne besondere Vorkommnisse vorübergegangen. Die Zeit konnte ich mir gut mit einer vorher runtergeladenen Serie vertreiben. Und am Ende sind wir sogar eine halbe Stunde früher um 6 Uhr früh in Berlin gelandet, als geplant gewesen war. Dafür hat am BER dann aber das Gepäckband noch eine Weile auf sich warten lassen. Nichtsdestoweniger war ich aber sehr froh, wieder zurück zu sein!

Fazit

Mittlerweile bin ich seit ein paar Tagen wieder Zuhause und habe dadurch nun die Möglichkeit, ein Fazit zu meiner Zeit in China zu ziehen. Gerade am Anfang ging es mir auf dieser Reise nicht so gut und ich hatte etwas Zweifel an dem ganzen Unterfangen. Nachdem ich nach Chongqing gekommen bin, hat sich meine Stimmung aber deutlich gebessert, sodass ich dann auch wieder Spaß daran empfunden habe, dort zu sein. Ohne Frage war es schön, mal raus zu kommen und eine Pause vom Lernen, der Uni und dem Stress in Deutschland zu haben. Diese Reise war aber nicht so bereichernd, wie die letzten beiden. Ich denke, dass das vor allem daran liegt, dass ihr diesmal etwas der Zweck gefehlt hat. Die letzten Male hatte ich mit dem Austauschsemester und dem Praktikum einen guten Grund dafür, nach China zu kommen. Dadurch gab es auch eine Konstante und einen Ort, an dem ich länger verweilt bin. Das wiederum hat dazu beigetragen, dass ich damals ein echtes Lebensgefühl entwickelt habe; ich konnte sagen: ich lebe jetzt hier in China, wenn auch nur auf kurze Zeit. Dieses Gefühl hat diesmal einfach gefehlt. 

Das bringt mich zu der Frage, ob es sich gelohnt hat. Und da muss ich drauf antworten: eher nicht. Es hat mich schon einige Nerven und auch Geld gekostet, die ich vielleicht besser in einem Urlaub an einem anderen Ort hätte investieren können. Dazu kann ich auch anführen, dass die Orte, die ich diesmal besucht habe, mich diesmal nicht beeindruckt haben. Da spielt aber sicher auch rein, dass ich schon vieles von China gesehen habe und dadurch höhere Ansprüche habe. Ich hatte zwar einige Reiseziele, die sicherlich imposanter gewesen wären, jedoch haben mir da lange Fahrtwege und und schlechtes Wetter teilweise einen Strich durch die Rechnung gemacht. 

Am Ende kann ich daraus mitnehmen, dass ich in Zukunft lieber zusammen mit Anderen nach China reisen würde, um etwas mehr Gesellschaft zu haben, oder aber ich muss wieder mit einem Zweck dort hinreisen. Unter diesen Bedingungen denke ich, dass ich beim nächsten Mal wieder mehr Freude haben werde!

Zum Schluss möchte ich noch eine kleine Auswertung mit euch teilen. Diesmal habe ich mir die Zeit genommen, mal alle Ausgaben für den Urlaub mitzuschreiben. Insgesamt habe ich 2.225,06 € ausgegeben. Der größte Teil ist dabei mit 581,97 € auf Hin- und Rückflug entfallen. Wenn ich Ausgaben für Shopping in Höhe von 309,12 € exkludiere, hatte ich auf 20 Tage tägliche Ausgaben von 66,70 €. Das denke ich zeigt ganz gut, dass China immer noch ein sehr günstiges Urlaubsziel ist. Details könnt ihr folgender Tabelle entnehmen

Danke, dass ihr so aufmerksam meinen Blog verfolgt habt. Ich wünsche euch alles Gute und vielleicht kann ich euch irgendwann erneut mitnehmen auf einen Reise nach Asien.

Euer Jack