Willkommen zurück auf meinem Blog. Diesmal schreibe ich das erste Mal wieder aus China heraus.
Anreise
Die Anreise nach China war diesmal leider nicht ohne Unannehmlichkeiten. Ich bin am Mittwoch kurz vor 6 Uhr aufgestanden. Kurze zeit Später habe ich im DB-Navigator gesehen, dass mein Zug nach Berlin und auch die drei folgenden Züge alle ausfallen. Das hat mich erstmal in Panik versetzt. Glücklicherweise konnte ich dann aber nach Leipzig fahren, von wo aus ein anderer Zug ohne Probleme nach Berlin fuhr. Mit diesem habe ich es noch rechtzeitig geschafft und musste sogar noch einige Zeit warten, bis der Flug ging. Dies lag auch daran, dass die Sicherheitskontrolle im BER erstaunlich gut lief. Das ist aber wohl auch das mindeste, nachdem dessen Bau so unfassbar lange gebraucht hat.
Der Flug hatte dann etwas Verspätung, was sich aber nicht sehr stark auf die Ankunftszeit ausgewirkt hat. Der Flug hat insgesamt ungefähr 9,5 Stunden gebraucht. Schlafen konnte ich leider nicht, sodass ich mir die Zeit anders vertreiben musste. Teil dieses Zeitvertreibs war das Essen, das mir sehr gut gefallen hat. Beim zweiten Essen habe ich mich auch etwas mit meinem Sitznachbarn unterhalten, der jetzt zum ersten Mal in China ist. Lustigerweise nehmen wir in drei Wochen auch den selben Flug zurück nach Deutschland, sodass wir uns vielleicht dann wiedersehen.




In Peking – Tag 1
Kurz nach 5 Uhr morgens sind wir in Peking angekommen. Viel war am Flughafen zu dieser frühen Stunde nicht los. Dadurch ging aber die Einreise und die Gepäckabholung sehr schnell. Leider hat sich diese Ersparnis nicht gelohnt, da die erste Bahn ins Stadtinnere erstkurz vor 6 Uhr fuhr. Bis dahin musste ich also erstmal noch warten.
Kurz nach 7 Uhr war ich am Hotel, wo mein Zimmer jedoch leider noch nicht bereit war. Daher habe ich meine Sachen dort gelassen und habe mich auf den Weg gemacht. Recht schnell habe ich jedoch festgestellt, dass ich garnicht recht wusste, wo ich hin sollte. Erstmal wollte ich etwas essen, wofür ich aber nichts veganes gefunden habe. Erst wollte ich bis zum Mittag warten, habe dann aber vorher doch noch ein veganes Buffet-Restaurant gefunden. Dort habe ich eine Kleinigkeit gegessen. Danach bin ich noch etwas herumgestreift. Da ich jedoch sehr müde und das Wetter sehr kalt war, war meine Laune auch sehr schlecht. Daher bin ich gegen 11 Uhr schon wieder ins Hotel gegangen, wo mein Zimmer zum Glück fertig war. Richtig schlafen wollte ich zu dieser Zeit aber nicht, da ich möglichst bis nach dem Abendessen wach bleiben wollte, um den Jetlag zu umgehen. Daher habe ich nur einen kurzen Power-Nap von 45 Minuten gemacht und habe mich dann versucht mit YouTube-Videos wach zu halten. Nach einiger Zeit brauchte ich dann aber noch einen weiteren Power-Nap. Auch danach war ich noch sehr müde, sodass ich, bis ich mich auf den Weg zum Essen gemacht habe, ständig kurz weggenickt bin.
16:30 Uhr habe ich mich dann auf den Weg zu einem Buffet-Restaurant gemacht, dass ich auch beim letzten Mal in Peking sehr gerne besucht habe. Dort gibt es eine Vielzahl verschiedener Gerichte; es ist dafür aber auch etwas teurer. Leider war mein Körper nach dem Schlafentzug und dem anstrengenden Tag noch nicht auf das viele schwere und fettige Essen eingerichtet, sodass mir schon nach einem halben Teller schlecht geworden ist, sodass ich nicht weiter essen konnte. Ich bin daher schon recht zügig wieder ins Hotel gefahren und habe mich dann auch umgehend hingelegt. Leider ist die Zimmertür akustisch sehr durchlässig, sodass mich andere Gäste noch recht lange wach gehalten haben.
Insgesamt war der erste Tag in China daher für mich eher weniger schön. Ich war dadurch erstmal ziemlich deprimiert und habe etwas an der Entscheidung gezweifelt, hier her in den Urlaub zu fahren. Jedoch war auch bei den vergangenen Reisen der Anfang immer etwas durchwachsen. Ich hoffe daher darauf, dass ich mich in den nächsten Tagen wieder besser fühlen werde.
In Peking – Tag 2
Heute, Freitag den 6. März, bin ich nach 9 Stunden Schlaf einigermaßen erholt aufgewacht. Ich kann schonmal sagen, dass dieser Tag sehr viel besser war als der zuvor und dass ich daher auch schon wieder besser drauf bin, obgleich ich noch nicht auf dem Level bin, auf dem meine Stimmung bei früheren Reisen war.
Als erstes führte mich mein Weg am Vormittag in den Park des Erd-Tempels (地坛公园). Dies ist eine schöne Anlage, die von vielen Menschen besucht war, die verschiedenen Freizeitaktivitäten nachgegangen sind. Viele haben Sport gemacht und getanzt, einige haben sogar Musik gespielt und zusammen gesungen. Der Großteil dieser Menschen waren fortgeschrittenen Alters, sodass sie auch die Zeit dafür haben. Den Park fand ich schön, auch wenn er nichts besonderes bereitgehalten hat.




Weiter ging ich in den Lama-Tempel (雍和宫) ein buddhistischer Tempel, der ganz in der Nähe war. Die Anlage war relativ groß und war auch gut besucht. Es gab verschiedene Hallen mit einer Vielzahl an Statuen, an denen gebetet werden konnte. Am beeindruckendsten war die größte Halle, die sich am hinteren Teil befand. Dort stand eine Buddha-Statue, die fast die gesamte Höhe der Halle ausfüllte; und das waren bestimmt fünf Stockwerke. Vom inneren habe ich aber leider keine Fotos, die ich mit euch teilen kann, da das fotografieren der Statuen verboten ist und ich mich daran auch gehalten habe. Schön fand ich am Tempel außerdem, dass man am Eingang ein kostenloses Bündel Räucherstäbchen mitnehmen konnte, um sie zum Gebet zu verbrennen. Trotz meiner atheistischen Grundeinstellung habe ich das auch getan; immerhin sind auch die wenigsten Chines:innen wirklich gläubig.



Anschließend bin ich zum essen Gefahren. Das Restaurant war zwar etwas weiter weg, jedoch gehört es auch zu meinen liebsten Restaurantketten. Dort gab es dann für mich Dan-Dan-Nudeln und Dumplings. Außerdem habe ich noch eine kostenlose Beilage bekommen. Dort zu essen hat mich dann doch sehr an meine früheren Reisen erinnert und glücklich gemacht.
Nach dem Essen ging es in die verbotene Stadt, das Zentrum Pekings, in dem früher die Kaiser lebten und zu dem normale Menschen keinen Zutritt hatten – woher auch der Name kommt. Dort war ich zwar schon beim letzten Mal, jedoch waren damals einige Bereiche gesperrt, sodass ich mir erhoffte noch neue Dinge zu sehen. Auch wenn ich vieles schon kannte, war es doch wieder beeindruckend, die monumentale Architektur zu sehen. Und einige Perspektiven waren dann auch durchaus neu für mich. Einen Bereich, den ich mir noch angucken wollte, konnte ich dann aber leider nicht mehr betreten, da der Einlass dazu schon gestoppt hat. Da war ich leider etwas zu spät. Nichtsdestoweniger habe ich viele schöne Bilder gemacht, auch von außen.










Als ich die verbotene Stadt verlassen habe, machte ich mich auf den Weg zum Abendessen. Dafür wollte ich eigentlich per App ein Taxi rufen, was aber nicht ging. Daher habe ich mich erstmal zu Fuß auf den Weg gemacht. Unterwegs habe ich jedoch gemerkt, dass mein Internet überhaupt nicht funktionierte. Da habe ich gemerkt, dass das Datenvolumen meiner eSim schon aufgebraucht war. Eigentlich wollte ich diese schon längst gegen eine lokale ersetzen, hatte jedoch bisher keine passenden Läden gefunden. Aufladen konnte ich mein Datenvolumen aber auch nicht, da ich dafür Internet brauchte. Glücklicherweise hat mir dann aber ein Passant, den ich auf der Straße angesprochen habe, seinen Hotspot gegeben, sodass ich neues Datenvolumen kaufen konnte. Das war nervenaufreibend! Danach konnte ich zum Glück meinen Weg zum Abendessen fortsetzen. Dort gab es leckeren Mapo-Tofu. Gegen 19 Uhr war ich dann wieder im Hotel und habe angefangen, diesen Beitrag zu schreiben.
Nach dem zweiten Tag geht es mir deutlich besser als am ersten. Ganz fröhlich bin ich aber nicht nicht. Das mag aber auch daran liegen, dass ich meine Freundin schon ziemlich vermisse. Ich hoffe einfach mal darauf, dass ich mich die nächsten Tage etwas besser ablenken kann und weitere schöne Dinge erlebe.
Morgen, also am Samstag, geht es für mich Nachmittag mit dem Flugzeug weiter nach Chongqing. Dort bleibe ich vier Nächte, bevor ich weiter reise. Dort möchte ich vor allem erneut die Uni besuchen und noch ein paar neue Orte erkunden. Mal sehen, wie es dort wird. Bis dahin wünsche ich euch ein schönes Wochenende und alles Gute!
Euer Jack